Bericht aus der Norddeutschen

Montag, den 03. Dezember 2012 um 11:52 Uhr
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Bammert: Zu unflexibel und zu statisch

Schwanewede/Neuenkirchen II nach 25:32 gegen TuS Komet Arsten jetzt Landesliga-Drittletzter
Von Olaf Kowalzik

Schwanewede. Ole Bammert war sprachlos. Lange Zeit nach dem Abpfiff wanderte der Handball-Trainer der HSG Schwanewede/Neuenkirchen II durch die Halle und versuchte sich zu erklären, wie die 25:32 (14:15)-Heimniederlage gegen den TuS Komet Arsten zustande gekommen war. Er blieb selbst 90 Minuten nach dem Sturz auf den drittletzten Platz der Handball-Landesliga der Männer ratlos.

Fakt ist, dass sich die "Schwäne" im Kellerduell gegen den Tabellennachbarn mehr ausgerechnet hatten – gegen den schwächelnden Verbandsliga-Absteiger, der immer noch nach seiner Form sucht. Der Gastgeber hat diese Chance nicht genutzt. "Wir hatten Schiss vor dem Gewinnen," machte der HSG-Coach einen ersten Erklärungsversuch. "Wir waren im Angriff zu unflexibel und im Spielaufbau zu statisch."

Im ersten Durchgang wirkte sich das aber noch nicht aus, weil sich Arsten gegen die 3:2:1-Abwehr der HSG richtig schwer tat und Michael Wallrabe Torjäger Dennis Busch (7/4) gut abschirmte. Daniel Lumma verzeichnete dazu einen guten Auftakt, Ole Piotrowski startete sehenswert in die Anfangsviertelstunde. René Wischhusen bot sogar über die gesamte Spielzeit auf Linksaußen und im mittleren Rückraum eine recht ansprechende Leistung.

In der Kabine hatten sich die "Schwäne" dann beim knappen 14:15-Pausenrückstand mehr vorgenommen. Es blieb nach dem 17:15 bei diesen Lippenbekenntnissen. "Wir hatten danach völlig den Faden verloren", stellte Ole Bammert enttäuscht fest. "Keiner wollte mehr die Verantwortung übernehmen." TuS Komet Arsten setzte sich nach dem 18:18 auf 22:18 ab und hatte die Partie beim 31:23 vollends für sich entschieden.