Bericht aus der Norddeutschen

Montag, den 08. April 2013 um 15:04 Uhr
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Herber Rückschlag im Meisterschaftskampf

HSG Stedingen nach 31:39 gegen Komet Arsten jetzt drei Punkte hinter dem TSV Bremervörde II
Von Olaf Kowalzik

Kreis Wesermarsch. Die Landesliga-Handballer der HSG Stedingen sind bei den "Kometen" verglüht. Der Klub aus der Wesermarsch wurde beim TuS Komet Arsten mit einer 31:39 (16:20)-Packung aus der Meisterschafts-Umlaufbahn katapultiert. Fünf Spieltage vor dem Saisonende ist der Drei-Punkte-Abstand der Stedinger auf den Spitzenreiter TSV Bremervörde II zwar noch nicht astronomisch groß, es wird für die "Gladiators" im Aufstiegsrennen aber schon eng. Die Bremervörder sollen mittlerweile auch ihre Aufstiegsambitionen unterstrichen haben...

"Mit dieser Einstellung schaffen wir es am Ende höchstens noch auf den vierten Rang", zürnte Stedingens Spielertrainer Bastian Friese mit seinem Team. Das zog diesmal nicht gemeinsam an einem Strang und ging gegen den deutlich motivierteren Gastgeber zu Recht baden. "Da war bei uns eine gewisse Arroganz und einiger Egoismus mit im Spiel", schimpfte Bastian Friese. Lediglich die ebenso überraschende 25:33-Niederlage des Verfolgers VfL Fredenbeck III in Sulingen konnte ihn besänftigen. "Das ist aber auch die einzig gute Meldung dieses Spieltags", meinte Friese. Sein Team behauptete damit den zweiten Rang, der zumindest zu den Aufstiegsspielen zur Verbandsliga reichen würde. Zum direkten Aufstieg müsse dagegen zwingend ein Heimsieg über den nächsten Gegner, den Spitzenreiter TSV Bremervörde II, her. Außerdem bedarf es noch der Schützenhilfe der Konkurrenz und ein Sieg über den Verfolger TuS Rotenburg. "Wir haben noch ein straffes Programm vor uns", sagt Bastian Friese. Allerdings glaubt er auch, "dass unsere Einstellung gegen solche Gegner eine ganz andere sein wird. Da werden wir eine ganz andere Leistung bieten."

Auf das Spiel in Arsten traf das nicht zu. Die Südbremer haben einige knackig zupackende, höherklassig erfahrene Routiniers (Dirk Müller, Per Theilig, Marco Koschade) fest aus der Reserve hochgezogen und setzen sich nach dem 6:6 (10.) auf 13:7 ab.

Bei den Niedersachsen hatte zwar Paul-Philipp Lapsien mit einer getapten Hand überraschenderweise doch mitgespielt, seine fünf Treffer halfen dem Team bei insgesamt 20 Versuchen aber nicht weiter. Bis zum Seitenwechsel konnten sie auf 16:20 verkürzen, danach fielen die "Gladiators" auf 16:23 zurück. Beim 26:36 war die Messe gelesen (50.).