Berichte aus dem Weser Kurier

Sonntag, den 12. Mai 2013 um 09:42 Uhr
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Torwart-Wechsel bringt 33:26-Erfolg

Von Elo

Arsten. Am Ende flossen bei den Landesliga-Handballern des TuS Komet Arsten sogar ein paar Tränen. Emotional war der Abschied vor rund 100 Zuschauern, als der Arster Handball-Vorsitzende Holger Mügge die Spieler Jörn Winkler, Eric Busch, Jonas Lentz und Stefan Kurp verabschiedete. Die Mannschaft trug ihren Teil zu der feierlichen Stimmung bei und verabschiedete den scheidenden Trainer Marc Winter (kümmert sich künftig nur noch um die Arster Frauen) mit einem 33:26 (17:13)-Heimsieg über den TuS Zeven.

Damit haben die Südbremer den Klassenerhalt einen Spieltag vor dem Saisonende als Tabellenfünfter mit 24:26-Punkten auch rechnerisch unter Dach und Fach gebracht. "Das war ein schöner Abschied vom heimischen Publikum", freute sich Winter. Der Einstieg des Gastgebers in die Partie hätte nicht besser sein können: Bis zum 8:4 hatte Arsten nahezu alle großen Chancen eingenetzt, ab der 21. Minute musste das Winter-Team jedoch ohne seinen Torjäger Dennis Busch auskommen: Der traf den Zevener Torhüter beim Siebenmeter am Kopf und sah dafür Rot. Die Niedersachsen hatten bis dahin schon bis auf 10:11 aufgeholt, beim 17:13-Pausenstand war die Welt beim TuS Komet Arsten aber schon wieder in Ordnung. Nach dem Wiederanpfiff wurde es für den Gastgeber noch einmal eng, als der Viertletzte aus Zeven zum 18:18 ausglich. Mit dem Tausch des in der ersten Halbzeit starken Torwarts Jonas Hopp gegen Christoph Johnssen wechselte Winter aber schließlich den Sieg ein. Johnssen hielt die finalen 25 Minuten überragend, beflügelt davon machten die Südbremer über 27:23 alles klar.

TuS Komet Arsten: Johnssen, Hopp; D. Busch (5/4), Winkler (9), E. Busch, Schmidt (3), Spallek (2), Zschietzschmann (6), Theilig, Finken, Müller (2), Lentz (4/1), Koschade (2), Kurp

Jörg Leyens folgt auf Marc Winter

Handball-Trainer heuert in Arsten an

Von Elo

Arsten. Vor kurzem hatten sich die Handball-Trainer Jörg Leyens (SV Werder Bremen II) und Marc Winter (TuS Komet Arsten) noch als sportliche Kontrahenten in der Frauen-Oberliga gegenüber gestanden. In der kommenden Saison trainieren sie im selben Verein: Leyens wechselt zu den Landesliga-Männern des TuS Komet Arsten und löst dort Winter ab. Der konzentriert sich im Bremer Süden künftig ausschließlich auf den Frauen-Handball.

"Arsten verfügt über einen jungen, engagierten Vorstand, der noch einiges erreichen will. Die Nähe zu meinem Wohnort Brinkum war dabei sicherlich kein "Nachteil", zählt Leyens die Gründe für seinen Wechsel auf. Die anderen Angebote, die ihm ins Haus geflattert waren, wären dagegen mit längeren Fahrzeiten verbunden gewesen.

Als Pluspunkt sieht der A-Lizenz-Inhaber aber auch an, dass die Mannschaften in Arsten gut untereinander harmonieren und sich gegenseitig aushelfen. "Ich freue mich über solch einen renommierten Trainer als Nachfolger", ist der bisherige Amtsinhaber mit seiner Nachfolge hochzufrieden. "Nachdem ich die Mannschaft zehneinhalb Jahre gecoacht habe, erhoffe ich von ihm neue Inputs und neue Reize für das Team", so Winter. Den Landesliga-Klassenerhalt haben die Südbremer ja schon dank eines starken Endspurts unter Dach und Fach gebracht. Leyens übernimmt dabei ein intaktes und gut funktionierendes Team. Mit Björn Stehmeier, Stefan Kurp (beide in die zweite Mannschaft), Eric Busch (beruflich nach Düsseldorf) und Jonas Lentz (will kürzer treten) muss er allerdings auch noch einige Lücken schließen.

"Das Ziel für die kommende Saison ist zunächst der Klassenerhalt", gib Leyens zu verstehen. "Jetzt heißt es, in den nächsten Wochen den noch etwas dünnen Kader zu ergänzen und mit allen Spielern zu sprechen, die noch wackeln." Unterstützt wird er dabei vom Co-Trainer Björn Sundermann, den er noch aus Oytener Zeiten kennt. Leyens ist zwar zuletzt eher als Trainer von Frauenteams in der 3. Liga und der Oberliga bekannt, er hat aber auch schon hinlänglich das "starke" Geschlecht gecoacht. Mit der HSG Lesum/St. Magnus und den TSV Achim (jeweils Aufstieg in die Verbandsliga) feierte er ebenso Erfolge wie mit dem TV Oyten, mit dem er in die Oberliga auf und wieder in die Verbandsliga abgestiegen ist. Ein Ausflug in früheren Jahren zum Club Al Ahli Bahrein am Persischen Golf bescherte ihm die Vizemeisterschaft in der dortigen 1. Liga sowie den Pokalsieg.