Bericht aus dem Delmenhorster Kreisblatt

Montag, den 27. Februar 2012 um 18:49 Uhr
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„Halber Erfolg“ für TSH

Nach dem 32:32 gegen TuS Komet Arsten fragte man sich im Lager der TS Hoykenkamp, ob das ein Punktverlust oder -gewinn sei.


Von KLAUS ERDMANN


Hoykenkamp. Während der harte Kern der Hoykenkamper Fangemeinde den Verbandsliga-Handballern Standing Ovations spendierte und die Aktiven sich bedankten, verließen viele Zuschauer die Halle Heide. Sie dürften sich gefragt haben, ob das 32:32 (14:16), das die Turnerschaft am gestrigen Nachmittag gegen den TuS Komet Arsten errang, ein Punktverlust oder -gewinn ist.

Die Spieler bereiteten ihren Zuschauern einmal mehr ein Wechselbad der Gefühle, und nach dem Schlusspfiff brachte Hoykenkamps Trainer Thorsten Stürenburg den allgemeinen Gemütszu­stand auf einen Nenner: „Wenn wir gewonnen hätten, wäre ich zufrieden – so bin ich eigentlich nur halb zufrieden.“

„Halb zufrieden“ trifft es genau: Das Schlusslicht, das nach sechs Niederla­gen in Folge ein „halbes Erfolgserlebnis“ und insgesamt den dritten Punkt erreichte, zeigte Schatten und Licht. Die Hausherren wirkten anfangs nervös und erlaubten sich viele leichte Fehler, die der Kontrahent, mit 11:21 Zählern Drittletzter, zumeist nutzte. Nach 14 Minuten schaffte Arsten mit dem 9:5 durch Sören Blumenthal die klarste Führung. Hoykenkamp, das immer wieder eine offensivere Defensivarbeit favorisierte (zum Beispiel nahm Lennard Timmermann den zehnfachen Torschützen Dennis Busch in Manndeckung), zeigte jedoch Kampfgeist. Man kam wiederholt bis auf ein Tor heran und lag zur Pause dann mit zwei Treffern zurück.

Das Engagement des Tabellenletzten ließ auch nach der Pause nicht nach. Christoph Müller-Hill sorgte mit dem 21:20 in der 41. Minute erstmals nach längerer Zeit wieder für eine Führung der TSH. In den folgenden Minuten sahen gleich zwei TuS-Akteure die Rote Karte, und Hoykenkamp schien sich absetzen zu können: Nach 43 Minuten stand es 24:21. In der Schlussphase steigerte sich Arsten nochmals. Als die Turnerschaft, bei der die Torhüter Gregor Kleefeldt und Kerry Hoppe nicht ihren besten Tage erwischt hatten, in Unterzahl spielte, markierte der unermüdliche Dennis Busch das 31:30. Nico Skormachowitsch vermochte es zu egalisieren. Björn Schmidts 32:31 beantwortete Martin Wessels sieben Sekunden vor Schluss mit dem 32:32-Endstand.

Stürenburg attestierte seiner Mannschaft eine „Super-Einstellung“ und betonte, dass die „Torhüter, die uns oft gerettet haben, heute nicht so gut waren“. In der zweiten Halbzeit habe sich sein Team gegenüber vorausgegangenen Treffen in spielerischer Hinsicht gesteigert